Hypnosystemischer Ansatz

Die hypnosystemische Therapie hat sich entwickelt aus einem gelungenen Zusammenwirken der systemischen Therapie und der Ericksonschen Hypnotherapie.

Die systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und sehr wirksames Therapieverfahren, das seit den 1970er Jahren aus der Familientherapie an verschiedenen Instituten weltweit entwickelt wurde. Die Hypnotherapie gehört wohl zu den ältesten Psychotherapieformen unserer menschlichen Geschichte. Im Jahr 2006 wurde die Hypnotherapie vom Wissenschaftlichen Beirat als eine wissenschaftlich begründete psychotherapeutische Methode anerkannt.

Die modere Hypnotherapie nach Milton Erickson ist lösungs- und ressourcenorientiert. Die Arbeit mit unbewussten und unwillkürlichen Anteilen, die sogenannte Trancearbeit, unterstützt beim Erreichen von Zielen und macht eigene ungenutzte Kompetenzen und Kraftquellen erlebbar und nutzbar. Innere Organisationsmuster und Erlebnisprozesse werden deutlich. Musterunterbrechungen werden angestrebt und ein gewünschter Selbstorganisationsprozess setzt sich in Gang.

Der Fokus liegt darauf, den eignen Möglichkeitsraum zu vergrößern und die eventuell bisher noch unbewussten und ungenutzten Ressourcen des Einzelnen und des (inneren und äußeren) Systems zu bergen. Der Klient erlebt sich als Entdecker der eignen Möglichkeiten und Gestalter des eigenen Lebens.

Mithilfe der hypnosystemischen Beratung können Probleme so übersetzt werden, dass sie als Botschaften über einen bestehenden Mangel verstehbar werden. Der hypnosystemische Ansatz hilft dabei, zu Wissen zu gelangen, was gebraucht wird, um diesen Mangel aufzulösen. Bestehende Probleme werden wertschätzend als nicht (mehr) hilfreiche Lösungsversuche angesehen.

Die hypnosystemischen Beratungsmethoden und Tools laden immer wieder dazu ein, die bisherige Perspektive zu verändern, um auf Distanz zu dem Problem zu gehen und einen anderen Blick auf Herausforderungen zu gewinnen.